Schulleben / Über uns
Friedrich Ebert
Friedrich Ebert lässt sich gut als „Typ aus dem echten Leben“ beschreiben: Handwerker-Sohn, Wanderarbeiter, Familienvater – und am Ende erster demokratisch gewählter Reichspräsident Deutschlands. Nicht schlecht, oder?
Wer war Friedrich Ebert – und was hat er mit uns zu tun?
Stell dir vor, jemand wächst in einer großen Handwerkerfamilie auf, teilt sich das Zimmer mit vielen Geschwistern, geht „nur“ auf die Volksschule, macht eine Ausbildung – und wird später das Staatsoberhaupt eines ganzen Landes. Genau so war das bei Friedrich Ebert. Er war der erste demokratisch gewählte Reichspräsident Deutschlands und ist Namensgeber unserer Schule.
Unsere Schule trägt seinen Namen, weil er für Demokratie, Gerechtigkeit und Zusammenhalt steht – Werte, die bei uns im Schulalltag eine wichtige Rolle spielen: bei Klassensprecherwahlen, im Umgang miteinander und wenn wir gemeinsam Entscheidungen treffen
Friedrich Ebert in 60 Sekunden – Steckbrief
Geboren in Heidelberg als Sohn eines Schneiders – eines von neun Kindern.
Besuch der Volksschule – eine solide Grundbildung für Arbeiterkinder dieser Zeit.
Ausbildung zum Sattler – Präzisionsarbeit mit Leder: Sättel, Geschirr und Riemenwerk.
Eintritt in die SPD – Ebert engagiert sich für Arbeiterinnen, Arbeiter und arme Menschen.
Wahl zum ersten demokratisch gewählten Reichspräsidenten der Weimarer Republik.
Gestorben in Berlin – mitten in seiner Amtszeit, mit nur 54 Jahren.
Vom Sattler zum Staatsoberhaupt – seine Geschichte
Stell dir vor, jemand wächst in einer großen Handwerkerfamilie auf, teilt sich das Zimmer mit vielen Geschwistern, geht „nur“ auf die Volksschule, macht eine Ausbildung – und wird später das Staatsoberhaupt eines ganzen Landes. Genau so war das bei Friedrich Ebert. Er war der erste demokratisch gewählte Reichspräsident Deutschlands und ist Namensgeber unserer Schule.
Unsere Schule trägt seinen Namen, weil er für Demokratie, Gerechtigkeit und Zusammenhalt steht – Werte, die bei uns im Schulalltag eine wichtige Rolle spielen: bei Klassensprecherwahlen, im Umgang miteinander und wenn wir gemeinsam Entscheidungen treffen
Friedrich Ebert wächst in Heidelberg auf, seine Eltern sind Schneider und verdienen gerade genug für die große Familie. Er besucht die Volksschule, ist ein guter, aber nicht herausragender Schüler – in einer Klasse mit über 40 Kindern liegt er im Mittelfeld. Nach der Schule macht er eine Lehre als Sattler, also ein Handwerker, der mit Leder arbeitet und zum Beispiel Sättel herstellt.


Wie damals üblich, geht Ebert als junger Geselle „auf die Walz“: Er wandert mehrere Jahre durch Deutschland, arbeitet in verschiedenen Städten und lernt viele Menschen kennen. Dabei erlebt er, wie hart das Leben für viele Arbeiterinnen und Arbeiter ist: lange Arbeitszeiten, niedrige Löhne, kaum Mitbestimmung. In dieser Zeit schließt er sich der SPD und Gewerkschaften an, um sich für bessere Arbeitsbedingungen und mehr Rechte einzusetzen.
Später lässt er sich in Bremen nieder, arbeitet dort als Handwerker, führt zeitweise eine Gastwirtschaft und engagiert sich gleichzeitig immer stärker in der Politik. Er wird Parteifunktionär, Redner, Abgeordneter – und schließlich einer der wichtigsten Männer seiner Partei.


Nach dem Ersten Weltkrieg steht Deutschland vor einem Neuanfang: Die Kaiserzeit ist vorbei, eine Republik entsteht. In dieser schwierigen Phase wird Friedrich Ebert 1919 zum ersten demokratisch gewählten Reichspräsidenten – er soll das Land zusammenhalten und die junge Demokratie schützen.
Was macht Friedrich Ebert für uns heute interessant?
Für die Schüler und Schülerinnen unserer Schule ist Friedrich Ebert nicht nur eine Figur aus dem Geschichtsbuch. Es gibt einige Punkte, mit denen man sich gut identifizieren kann:
Er kommt aus einfachen Verhältnissen
Keine adelige Familie, kein Schloss, kein Studium – Ebert startet ganz normal, mit Volksschule und Handwerkslehre. Das zeigt: Auch ohne „perfekten“ Lebenslauf kann man viel erreichen.
Er war „einer von vielen“
Als Handwerker verdient er sein Geld mit körperlicher Arbeit und kennt die Sorgen der Leute aus eigener Erfahrung. Später versucht er, ihre Interessen politisch zu vertreten.
Er glaubte an Demokratie und Mitbestimmung
Ebert war überzeugt: Entscheidungen sollten nicht von einem Kaiser oder König allein getroffen werden, sondern von gewählten Vertretern des Volkes.
Er musste mit Hass und Hetze umgehen
Als Reichspräsident wird Ebert von politischen Gegnern stark angegriffen und sogar verleumdet, weil er für die Demokratie eintritt. Trotzdem versucht er, das Land zusammenzuhalten.
Er war kein „Superheld“, sondern ein Mensch mit Fehlern
Ebert trifft Entscheidungen, über die Historiker bis heute diskutieren. Gerade dadurch eignet er sich gut, um zu zeigen, wie schwierig Politik in Krisenzeiten ist.
Was hätte Friedrich Ebert an unserer Schule gemocht?
Wenn Friedrich Ebert unsere Schule besuchen würde, gäbe es sicher einiges, was ihm wahrscheinlich gut gefallen hätte:
Damals und heute – eine kleine Zeitreise
Schule damals
Volksschule mit sehr großen Klassen, wenig Materialien, strengem Ton und Noten auch für „Fleiß“ und „Betragen“. Viele Kinder mussten früh mitarbeiten und hatten nur kurze Schulzeiten.
Schule heute
Mehr Unterrichtsfächer, digitale Medien, kleinere Klassen, Mitbestimmung in vielen Bereichen und meist deutlich bessere Lernbedingungen. Trotzdem bleibt etwas gleich: Schule soll auf das Leben vorbereiten – und dazu gehört auch, Demokratie zu verstehen und zu leben.
So zeigt unser Namensgeber, dass Demokratie, Respekt und gleiche Chancen keine Selbstverständlichkeit sind, sondern erarbeitet werden müssen – auch im Schulalltag.

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8 Fragen zu Friedrich Ebert
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